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Deutsche Hilfe für Krankenhauser im Gazastreifen


PDA News
29 May 2008


Ramallah (KNA). Deutschland will gemeinsam mit der Hilfsorganisation CARE Krankenhauser im Gazastreifen unterstützen. Die Gesundheitseinrichtungen in dem palastinensischen Krisengebiet seien derzeit kaum einsatzfahig, heiBt es in einer am Donnerstag von CARE und dem deutschen Vertretungsbüro in Ramallah veroffentlichten Erklarung. Es fehle vor allem an Medikamenten und Produkten der medizinischen Grundversorgung. Bis Ende Juni sollen sieben Krankenhauser mit deutscher Hilfe Medizin, Verbandsmaterial, Spritzen und weiteres Zubehor erhalten.

Nach der gewaltsamen Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen vor einem Jahr habe Israel die Einfuhr von Gütern in das dicht besiedelte Gebiet stark eingeschrankt, was eine «dramatische Unterversorgung» verursacht habe, so CARE. Zudem gefahrdeten standige Stromausfalle Operationen und Notaufnahmen in den Krankenhausern. Die versch?rfte Einfuhrsperre in den Gazastreifen seit dem 17. Januar als Reaktion auf den anhaltenden Beschuss des israelischen Grenzgebiets mit Kassam-Raketen habe die Lage weiter verschlimmert.

CARE organisiert daher nach eigenen Angaben in Absprache mit der israelischen Regierung die Lieferung von Medikamenten. Im Rahmen des nun von Deutschland finanzierten Programms sollen bis Ende Juni mehrere Medikamenten-Lieferungen eintreffen. Hinzu kamen Transporte mit medizinischem Einwegmaterial. Davon sollen laut CARE rund 70.000 Patienten profitieren.

Nach Angaben des deutschen Vertretungsbüros hat das Auswartige Amt seit Anfang des Jahres bereits fünf Hilfsorganisationen mit insgesamt zwei Millionen Euro für Projekte im Gazastreifen unterstützt. Dabei handle es sich um humanitare Hilfe, die keine Unterstützung für die Hamas-Regierung bedeute. AuBenminister Steinmeier hatte am Mittwoch eine Reise in den Nahen Osten angekündigt. Für den 24. Juni ist in Berlin eine Nahost-Sicherheitskonferenz geplant.

mit/cdt/csc